MAGNAT Real Estate Opportunities GmbH & Co. KGaA: Im Company-Talk: Jan Oliver Rüster, CEO

Deutschland-Portfolio entwickelt sich positiv, Osteuropa-Portfolio wurde optimiert und die Risikoposition

mainvestor GmbH / MAGNAT Real Estate Opportunities GmbH & Co. KGaA / SonstigesVeröffentlichung einer Corporate News, übermittelt durch die DGAP - einUnternehmen der EquityStory AG.Geäußerte Meinungen und Aussagen geben nicht die Meinung des Herausgebers wieder.---------------------------------------------------------------------------'Deutschland-Portfolio entwickelt sich positiv, Osteuropa-Portfolio wurdeoptimiert und die Risikoposition reduziert''Schwieriges Geschäftjahr solide bewältigt''Hohe Eigenkapitalquote und ausreichend liquide Mittel''Besondere Chancen am deutschen Immobilienmarkt'8. Juli 2009 - Die MAGNAT Real Estate Opportunities GmbH & Co. KGaA isteine Immobiliengesellschaft mit Fokus auf Immobilien-Development. DieStrategie von MAGNAT ist darauf ausgerichtet, opportunistisch Ineffizienzenauf Immobilienmärkten zu nutzen. MAGNAT verfolgt dabei im Gegensatz zumtraditionellen 'Buy & Hold'-Ansatz einen 'Develop & Sell' bzw. 'Buy &Sell'-Ansatz mit Fokus auf Immobilien-Development - verbunden mit Verkaufnach der Fertigstellung - und ergänzt durch Portfolio-Trading. Anders alsbei klassischen Investmentstrategien profitiert MAGNAT dadurch nicht nurvon Mieteinnahmen, sondern auch und vor allem von attraktivenEntwicklerrenditen und einer vergleichsweise kurzen Bindung des Kapitals inden einzelnen Projekten. Alle Projekte müssen einerüberdurchschnittlichen Renditeanforderung genügen. Das Managementkonzentriert sich auf Immobilienmärkte, die interessanteEntwicklungszyklen aufweisen: Auf unterbewertete Märkte ('antizyklischesInvestieren') und auf Märkte mit hohem volkswirtschaftlichem Wachstum('Wachstumsmärkte'). Die geographischen Schwerpunkte liegen in Zentral-,Ost- und Südosteuropa, ergänzt um Sondersituationen auch im HeimatmarktDeutschland. mainvestor Company Talk sprach mit Jan Oliver Rüster, CEO derMAGNAT Real Estate Opportunities GmbH & Co. KGaA.mainvestor: Herr Rüster, die Finanzkrise hat sich in Ihrem Geschäftsjahr2008/2009 (Geschäftsjahresende 31. März) dramatisch verschärft. Wiebeurteilen Sie die Situation an Osteuropas Immobilienmärkten?Jan Oliver Rüster: Nach der Insolvenz von Lehman Brothers Mitte September2008 griff die Krise des Finanzsystems zwar zeitverzögert, dafür aber mitvoller Wucht nach Osteuropa über. Ausländische Investoren hörtenschlagartig auf zu investieren und trafen damit vor allem dieImmobilienmärkte der Länder, die mit Hilfe ausländischer Finanzierungenstark gewachsen waren. Foreign Direct Investments in diese Märkte legtensprichwörtlich eine Vollbremsung hin. Dies ist unter anderem auch darinbegründet, dass Osteuropa oftmals immer noch als ein homogener Blockverstanden wird. Fakt ist aber, dass die Länder in Osteuropa sich in ihrerwirtschaftlichen und politischen Entwicklung deutlich voneinanderunterscheiden. Auf Grund dieser massiven Liquiditätsverknappung in allenLändern Osteuropas sind Finanzierungen für Immobilienprojekte inzwischennicht mehr oder nur noch zu extrem hohen Zinsen und Risikoaufschlägenabzuschließen. Zugleich haben sich die Mieten und Immobilienpreisedeutlich verringert. Die Zeiten sind sehr viel rauer geworden und in vielenLändern Osteuropas bleibt die Situation schwierig. Dennoch muss manfesthalten, dass die Wachstumsraten in der Vergangenheit in diesen Märktenein natürliches Wachstum waren, das in einem massiven Nachholeffektbegründet lag. Wenngleich dieses starke Wachstum fürs Erste derVergangenheit angehören dürfte, ist davon auszugehen, dass - nach einerNormalisierung der Kapitalzuflüsse - die osteuropäischen Märkte wiederhöhere Wachstumsraten ausweisen werden als westeuropäische Märkte. EinIndikator für unsere Prognose zu diesen Märkten ist die Tatsache, dassdie wesentlichen Investoren und internationalen Unternehmen ihre Präsenzin Osteuropa nicht reduzieren, in Teilen sogar jetzt schon weiter ausbauen.mainvestor: Die Krise muss doch auch MAGNAT massiv getroffen haben?Jan Oliver Rüster: Natürlich war 2008/2009 für uns ein sehrherausforderndes Geschäftsjahr. Aber gerade in der Krise zahlt es sichfür uns aus, dass wir sehr solide aufgestellt sind und unsere Risikendurch einen ausgewogenen Asset-Mix gestreut haben. Wir verfügen per31.12.2008 über 85,8 Millionen Euro Eigenkapital und unsereEigenkapitalquote liegt mit 60,5 Prozent über dem Branchendurchschnitt.Unsere liquiden Mittel lagen zum 31.12. bei 11,7 Millionen Euro. Hinzukommt, dass wir nicht allein in Osteuropa investieren, sondern auch überein nennenswertes Deutschland-Portfolio verfügen, das sich ausgezeichnetentwickelt. Es zeigt sich gerade jetzt, dass es eine richtige Strategie warvon Anfang an auch im deutschen Immobilienmarkt investiert zu sein.mainvestor: Wie beurteilen Sie den deutschen Immobilienmarkt?Jan Oliver Rüster: Der deutsche Markt ist wesentlich stabiler und derzeitattraktiver als der osteuropäische. So sind die Preise am deutschenImmobilienmarkt in den vergangenen Jahren kaum gestiegen und haben sichjetzt auch nur geringfügig korrigiert. Angesichts der seit Jahren geringenNeubautätigkeit im Wohnsegment ist dieser unserer Meinung nach mittelfristig am aussichtsreichsten. Auch die Finanzierung gestaltet sichgünstig. So zahlen wir für unser Deutschland-Residential-Portfolio, dasauf Bankenseite übrigens als Vorzeigeprojekt gilt, im internationalenVergleich sehr niedrige Zinsen. Auch vor dem Hintergrund des durch dieLeitzinssenkungen rückläufigen Zinsniveaus erweist sich der deutscheImmobilienmarkt als ausgesprochen attraktiv.mainvestor: Können Sie uns die Entwicklung Ihres Deutschland-Portfoliosnoch einmal näher erläutern?Jan Oliver Rüster: Gerne. Das Wohnportfolio umfasst mittlerweile rund1.500 Wohnungen und hat eine vermietbare Fläche von 85.300 Quadratmetern.Die Anschaffungskosten liegen bei rund 420 Euro je Quadratmeter. Aufgrundder überdurchschnittlichen Mietrendite von mehr als neun Prozent und demanhaltenden Abbau von Leerständen besteht ein erheblichesWertsteigerungspotential. Nur zum Verständnis: wir haben imResidential-Bereich den Vermietungsstand von rund 78% auf 85% erhöht. Auchunser Gewerbeportfolio entwickelt sich ausgezeichnet. Hier liegt derVermietungsstand bei mittlerweile 97 Prozent. Wir wollen dasDeutschland-Portfolio weiter ausbauen, da wir, begründet in der Krise, inDeutschland ähnlich profitable Chancen sehen, wie in Osteuropa vor derKrise.mainvestor: Wenn sie gerade Chancen ansprechen. Warum haben Sie IhrEngagement in Russland reduziert?Jan Oliver Rüster: Nach eingehender Analyse sind wir zu dem Schlussgekommen, dass der russische Immobilienmarkt auf absehbare Zeit äußerstschwierig bleiben dürfte. Daher haben wir bewusst unser Engagement inRussland zurückgefahren. Wir haben das russische Investment Sadko im Mai2009 an unseren russischen Projekt-Partner veräußert, wenngleich unterden Anschaffungskosten. Aufgrund von vorangegangenen Wertanpassungenführte dieser Verkauf aber zu keiner weiteren Ergebnisbelastung fürMAGNAT im vierten Quartal. Dass es uns unter den derzeitigen, extremenBedingungen am russischen Immobilienmarkt überhaupt gelungen ist, Sadko zuveräußern, ist ein Erfolg. Neben der Reduktion unseres Risikosprofitieren wir von dem aus dem Verkauf resultierenden Liquiditätszufluss.Folglich sind wir nun in Russland nur mehr mit dem weniger riskanten LandBanking aktiv.mainvestor: Sie mussten zwei Ihrer ukrainischen Investments aufgrund einerrechtlichen Umgestaltung aus den Büchern nehmen. Wie ist der Stand derDinge?Jan Oliver Rüster: Aufgrund einer notwendigen rechtlichen Umgestaltunghaben wir im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2008/2009 unsereukrainische Investments Koncha Zaspa und Alexander Land zur Gänzevorübergehend wertberichtigen müssen. Dies hat unser Ergebnis mit 6,7Millionen Euro belastet. Derzeit lassen wir die uns vorliegende rechtlicheUmsetzungsmaßnahme des Vertragswerkes im Rahmen derJahresabschlussprüfung von unseren Wirtschaftsprüfern begutachten. Diesnimmt etwas Zeit in Anspruch, garantiert aber die von uns angestrebteNachhaltigkeit und Sicherheit des neuen Vertragswerkes. Wir haben in derletzten Meldung aktiv kommuniziert, dass wir eine saubere rechtlicheLösung finden werden. Dieses Versprechen werden wir einhalten. Wir gehendavon aus, dass das Prüfungsergebnis zeitnah vorliegen wird.mainvestor: Ende Juli veröffentlichen Sie Ihr Jahresergebnis. Nach demdeutlichen Minus nach neun Monaten dürften Sie mit einem klaren Verlustabschließen, oder?Jan Oliver Rüster: Konkrete Zahlen kann ich natürlich noch nicht nennen.Wie eben erwähnt, befinden wir uns gerade in der Aufstellung desJahresabschlusses. Doch war das Geschäftsjahr 2008/2009 angesichts derVerschärfung der Finanzkrise ein schwieriges. Entscheidend für uns ist,dass wir uns in dieser Krise behaupten, dass wir unsere Hausaufgabenmachen, dass die Liquidität auch weiterhin stimmt und dass wir uns fürdie Zukunft gut aufstellen. So erwarten beispielsweise die Analysten vonClose Brothers Seydler Research in dem zuletzt veröffentlichtenResearchbericht zur MAGNAT ein deutlich negatives EBIT für 2008/2009,sehen uns aber dann 2010/2011 im Plus. Das ist unsere Benchmark. Auch wennich noch keine konkreten Zahlen aus der Jahresabschlussprüfung nennenkann, möchte ich betonen, dass die MAGNAT solide aufgestellt ist.mainvestor: Wie sieht nun Ihre Strategie für Osteuropa aus?Jan Oliver Rüster: Insgesamt agieren wir sehr flexibel und gehen keineallzu hohen Risiken ein. Zudem analysieren wir die Situation in deneinzelnen Ländern sehr genau. Vor dem Hintergrund der immer nochangespannten Situation in vielen Ländern Osteuropas haben wir Projekte,die wir auf Grund der derzeit volatilen Marktentwicklung und der darausresultierenden unzureichenden Nachfrage nicht weiter entwickeln, dempassiven Bereich 'Land Banking' zugeordnet. Diese Projekte sindvollständig eigenkapitalfinanziert, von daher haben wir hier kaumBelastungen aus Zinszahlungen. Wenn die Perspektiven sich verbessern,werden wir diese Projekte wieder in den Bereich 'Development' überführen,oder wenn der Preis stimmt, werden die Projekte verkauft. UnserHauptaugenmerk in den osteuropäischen Märkten liegt derzeit aufSicherheit und Werterhalt.mainvestor: Wie beurteilen Sie Ihr Investment in der Türkei?Jan Oliver Rüster: Aufgrund der geringen Verflechtung mit deminternationalen Finanzsektor ist das türkische Finanzsystem stabiler undweniger von der weltweiten Krise betroffen als viele andere osteuropäischeStaaten. Vor diesem Hintergrund scheint im Vergleich auch eine schnelleErholung der türkischen Wirtschaft wahrscheinlich. Wir sind in der Türkeimit einem Drittel am Yapi Kredi Portfolio beteiligt. Mit dessen Verwertungund Entwicklung sind wir sehr zufrieden. So profitieren wir von geringemAngebot an geeignetem Bauland rund um Istanbul. Die Türkei bleibt für unsinsgesamt ein gewinnbringendes Investment, das immerhin rund ein Viertelunseres Investitionsvolumens ausmacht.mainvestor: Wo sehen Sie derzeit besondere Chancen?Jan Oliver Rüster: Der deutsche und österreichische Immobilienmarktzeichnen sich derzeit durch eine hohe Stabilität, attraktive Renditen undgünstigen Finanzierungsbedingungen aus. Dies gilt insbesondere fürWohnimmobilien. Inzwischen sind hierzulande teilweise Renditen zu erzielenwie vor der Krise nur in Osteuropa gekannt haben - und das bei niedrigeremRisiko. Auch in den an Deutschland angrenzenden osteuropäischen Ländern,der so genannten 'zweiten Welle', bieten die Immobilienmärkte inzwischenwieder zum Teil attraktive Renditen.mainvestor: Herr Rüster, die Weltkonjunktur befindet sich nach wie vor inder Rezession. Welche konkreten Schritte gehen Sie mit der MAGNAT, umkrisenfest zu bleiben und zugleich für den nächsten Aufschwung gutaufgestellt zu sein?Jan Oliver Rüster: Lassen Sie mich hier Eines besonders hervorheben: DasManagement der MAGNAT hat die klare strategische Zielsetzung einennachhaltigen Mehrwert zu schaffen. Dies nimmt in diesem herausforderndenUmfeld mehr Zeit in Anspruch als ursprünglich avisiert. Wir verfallen aberweder operativ noch in der Kommunikation in hektischen Aktionismus, der demUnternehmen nachhaltig schaden würde. Im Gegenteil, wir prüfen undanalysieren das Marktumfeld sehr genau und folgen dabei einer Strategie,die der Sicherung der Liquidität der Gesellschaft oberste Prioritäteinräumt. Des Weiteren ist die Intensivierung der Verwertungsbemühungenein wichtiger Baustein, um unsere Ertragskraft zu sichern. Hinzu kommt eineAusbalancierung der Portfoliogewichtung zwischen den RegionenDeutschland/Österreich und Ost-/Südosteuropa zur Milderung starkerzyklischer Schwankungen in den Immobilienmärkten. Dabei scheint es unseresErachtens auch sinnvoll, im Rahmen von Kostenoptimierungen dieWertschöpfungstiefe der Gesellschaft zu überprüfen und gegebenenfallsanzupassen.mainvestor: Vielen Dank, Herr Rüster.Dieses Dokument stellt weder ein Angebot noch eine Einladung zur Zeichnungoder zum Kauf eines Wertpapiers dar, noch bilden dieses Dokument oder darinenthaltene Informationen eine Grundlage für eine vertragliche oderanderweitige Verpflichtung irgendeiner Art. Vor einer Wertpapierdispositionwenden Sie sich bitte an Ihren Bankberater oder Vermögensverwalter. Die indiesem Interview geäußerten Meinungen und Aussagen geben nicht dieMeinung der mainvestor GmbH wieder. Die mainvestor GmbH unterhältGeschäftsbeziehungen mit dem Unternehmen.08.07.2009 Finanznachrichten übermittelt durch die DGAP--------------------------------------------------------------------------- Sprache: DeutschEmittent: mainvestor GmbH / MAGNAT Real Estate Opportunities GmbH & Co. KGaA Zeißelstr. 19 60318 Frankfurt am Main DeutschlandTelefon: +49 (0)69 90 55 05 55Fax: +49 (0)69 90 55 05 77E-Mail: kontakt_at_mainvestor.deInternet: -ISIN: DE000A0XFSF0WKN: - Ende der Mitteilung DGAP News-Service ---------------------------------------------------------------------------

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